Regina Hunschock

Emanzipation und weibliche Freiheit in einer Einwanderungsgesellschaft

Weibliche Freiheit und öffentliche Partizipation von Frauen in gesellschaftspolitischen Räumen sind wesentliche Errungenschaften von Frauenbefreiungsbewegungen. Die Emanzipation vom Mann, hin zu sich selbst als Frau, innerhalb eines Gleichheitsfeminismus, haben wir nun auch auf gewisse Weise hinter uns. Im Westen. Frauenbewegung heute steht für Vielfalt, nicht für Gleichheit, für Differenz und Anderssein. Das kommt nun besonders mit den geflüchteten Frauen (und Männern) auf uns zu. Was kann und muss Emanzipation in einer Einwanderungsgesellschaft bedeuten und leisten? Wie frei sind wir geworden, wenn wir nun mit noch mehr Unterschieden zu anderen Frauen agieren müssen. Und was kann uns Frauen aller Länder einen, wenn wir über Integration, Gesellschaft, Arbeit, Familie, Liebe, Religion, Spiritualität und Weiblichkeit sprechen. Ist das überhaupt ein Anspruch? Welche Ideen bringen die Frauen mit? Interessieren sie uns und welche Haltung nehmen wir westlichen Frauen ein, um sie wirklich zu hören und für das Ganze zu bergen wie zu vermitteln? Wie sehen uns die Frauen aus dem Orient? Was wollen wir gemeinsam in die Welt bringen, wenn wir von einem guten Leben für alle sprechen wollen. Als Orientierung dient – das Anderssein jeder Frau und eine symbolische weibliche Ordnung – in die Mitte zu stellen, als Richtung von Autorität und Wirklichkeit, den weiblichen, machtvollen Reichtum in den Umlauf zu bringen.